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Art. 1 § 10 FrG

Fassungen
01.01.1995 bis 31.12.1997
InkrafttretenAußerkrafttretenFassungsvergleichKundmachung
Art. 1 § 1001.01.199531.12.1997 § → § aufgehoben durch BGBl. I Nr. 75/1997
Art. 1 § 1001.01.199331.12.1994 BGBl. Nr. 838/1992 (Stammfassung)

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Fremdengesetz

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Nr. 838 aus 1992, aufgehoben durch Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 75 aus 1997,

Typ

BG

Paragraph/Artikel/Anlage

Artikel eins, Paragraph 10

Inkrafttretensdatum

01.01.1995

Außerkrafttretensdatum

31.12.1997aufgehoben durch BGBl. I Nr. 75/1997

Abkürzung

FrG

Index

41/02 Staatsbürgerschaft, Pass- und Melderecht, Fremdenrecht, Asylrecht

Text

Sichtvermerksversagung

Paragraph 10, (1) Die Erteilung eines Sichtvermerkes ist zu versagen, wenn

  1. Ziffer eins
    gegen den Sichtvermerkswerber ein rechtskräftiges Aufenthaltsverbot besteht, es sei denn, daß die Voraussetzungen für eine Wiedereinreisebewilligung (Paragraph 23,) vorliegen;
  2. Ziffer 2
    der Sichtvermerkswerber nicht über ausreichende eigene Mittel zu seinem Unterhalt oder nicht über einen alle Risken abdeckenden Krankenversicherungsschutz verfügt;
  3. Ziffer 3
    der Aufenthalt des Sichtvermerkswerbers zu einer finanziellen Belastung einer Gebietskörperschaft führen könnte, es sei denn, diese Belastung ergäbe sich aus der Erfüllung eines gesetzlichen Anspruches;
  4. Ziffer 4
    der Aufenthalt des Sichtvermerkswerbers die öffentliche Ruhe, Ordnung oder Sicherheit gefährden würde;
  5. Ziffer 5
    der Aufenthalt des Sichtvermerkswerbers die Beziehungen der Republik Österreich zu einem anderen Staat beeinträchtigen würde;
  6. Ziffer 6
    der Sichtvermerk zeitlich an einen Touristensichtvermerk anschließen oder nach sichtvermerksfreier Einreise (Paragraph 12, Aufenthaltsgesetz oder Paragraph 14,) erteilt werden soll;
  7. Ziffer 7
    sich der Sichtvermerkswerber nach Umgehung der Grenzkontrolle im Bundesgebiet aufhält.
  1. Absatz 2,Die Erteilung eines befristeten Sichtvermerkes ist zu versagen, wenn die Wiederausreise des Fremden nicht gesichert ist.
  2. Absatz 3,Die Behörde kann einem Fremden trotz Vorliegens eines Sichtvermerksversagungsgrundes gemäß Absatz eins, Ziffer 2, oder 3 oder gemäß Absatz 2, einen Sichtvermerk erteilen,
    1. Ziffer eins
      in besonders berücksichtigungswürdigen Fällen aus humanitären Gründen oder
    2. Ziffer 2
      wenn auf Grund der Verpflichtungserklärung einer Person mit Hauptwohnsitz oder Sitz im Bundesgebiet die Tragung aller Kosten, die öffentlichen Rechtsträgern durch den Aufenthalt des Fremden entstehen könnten, gesichert erscheint.
  3. Absatz 4,Ein Sichtvermerk kann im Inland aus den Gründen des Absatz 3, Ziffer eins, auch in Bescheidform erteilt werden, wenn der Fremde nicht in der Lage ist, sich ein Reisedokument seines Heimat- oder Aufenthaltsstaates zu beschaffen. Dem Fremden ist in solchen Fällen von Amts wegen ein Lichtbildausweis für Fremde (Paragraph 64,) auszustellen.

Schlagworte

Heimatstaat

Gesetzesnummer

10005831

Dokumentnummer

NOR12064718

Alte Dokumentnummer

N4199438594J